Mit AIDA nach Norwegen

Inhaltsverzeichnis

Mit AIDA durch die Fjorde Norwegens

Checkin auf AIDAperla

Die Einschiffung der AIDAperla erfolgt in Hamburg üblicherweise am Cruise Center Steinwerder, einem modernen Kreuzfahrtterminal im Hafen. Gäste reisen individuell mit Auto, Shuttlebus oder Taxi an. Bereits vor dem Gebäude wird das Gepäck abgegeben und mit Kabinenanhängern versehen – ab diesem Moment übernimmt die Crew den Transport direkt bis vor die Kabinentür.

Der eigentliche Check-in findet nicht an Bord, sondern vollständig im Terminal statt.

Nach Betreten der AIDAperla konnten Gäste bereits alle öffentlichen Bereiche nutzen, auch wenn die Kabinen noch nicht freigegeben waren. Restaurants, Bars und Sonnendecks stehen sofort offen.

Die Kabinen werden erfahrungsgemäß am frühen Nachmittag freigegeben, häufig gegen 15:00 Uhr, was durch Durchsagen an Bord bekanntgegeben wird.

Erster Seetag Richtung Bergen

Nach dem Auslaufen aus Hamburg kehrte am ersten Morgen an Bord spürbar Ruhe ein. Der erste Seetag gilt auf einer Norwegenreise für viele als eigentlicher Urlaubsbeginn – kein Zeitdruck, kein Hafenprogramm, nur Meer, Schiff und Vorfreude auf die Fjorde.

Beim Blick vom Balkon oder vom Außendeck zeigte sich die Nordsee überraschend ruhig. Die AIDAperla glitt nahezu lautlos durch das Wasser, während sich das Leben an Bord langsam entfaltete. Frühaufsteher sicherten sich bereits Plätze auf dem Pooldeck, andere starteten entspannt mit einem langen Frühstück im Buffetrestaurant.

Gerade auf der Fahrt Richtung Bergen wurde deutlich, wie sehr ein Seetag zur Entschleunigung beiträgt. Die frische, kühle Seeluft und das gleichmäßige Rollen des Schiffes sorgten für eine entspannte Atmosphäre. Viele Gäste nutzten die Zeit, um sich mit warmen Getränken draußen einzukuscheln und einfach nur auf den Horizont zu schauen.

Am Nachmittag verdichtete sich die Vorfreude: Auf den Außendecks wurde immer häufiger über das Wetter in Norwegen gesprochen – die Prognosen für Bergen versprachen ungewöhnlich gute Bedingungen, da Bergen eines der regenreichsten Regionen Nordeuropas ist.

Sonne pur in Bergen

Der Tag in Bergen begann mit strahlendem Sonnenschein – ein echtes Geschenk, denn die Stadt ist eigentlich für ihre häufigen Regentage bekannt. Schon am Morgen lag eine besondere Stimmung in der Luft, und schnell stand fest: Heute geht es hinauf auf den Berg.

Mit der Fløibanen ging es zunächst bequem nach oben, bevor der Weg weiter Richtung Ulriken führte. Oben angekommen wurden alle Erwartungen übertroffen. Die Aussicht war schlicht beeindruckend: Tief unten lag Bergen mit seinen Fjorden, Inseln und roten Dächern, und im Hafen war deutlich die AIDA zu erkennen – fast klein wirkend vor der gewaltigen norwegischen Landschaft. Ein Moment, der zum Innehalten einlud.

Natürlich durfte auch eine kleine Stärkung nicht fehlen. Auf dem Ulriken gab es die typische norwegische Marschverpflegung: frisch gebackene Kanelboller, die berühmten norwegischen Zimtschnecken. Warm, duftend und genau das Richtige nach dem Aufstieg – einfacher Genuss mit großartiger Aussicht.

Wieder zurück im Tal führte der Weg direkt weiter in den wohl bekanntesten Stadtteil Bergens: Bryggen. Die historischen, dicht aneinandergereihten Holzhäuser mit ihren schiefen Fassaden wirkten im Sonnenlicht besonders lebendig. Zwischen den Gebäuden verstecken sich kleine Gassen und Läden, die zum Entdecken einladen und dem Viertel seinen ganz eigenen Charme verleihen.

Beim Spaziergang durch die engen Durchgänge hatte man fast das Gefühl, eine andere Zeit zu betreten. Überall roch es nach Holz, Meer und frischem Kaffee – eine Mischung, die perfekt zu diesem entspannten Urlaubstag passte.

Zum Abschluss gab es noch eine kulinarische Belohnung: ein frisch belegtes Lachs-Baguette. Nicht gerade günstig, aber in Norwegen gehört das wohl dazu – und manchmal darf man sich einfach etwas gönnen.

Am späten Nachmittag ging es zu Fuß zurück zum Schiff. Die AIDA wartete bereits im Hafen, während die Sonne langsam tiefer stand. Voller Eindrücke und schöner Erlebnisse endete ein rundum gelungener Tag wieder an Bord.

Früh auf den Beinen im Geirangerfjord

Schon früh am Morgen begann eines der eindrucksvollsten Erlebnisse der Reise: die Einfahrt in den Geirangerfjord. Während viele Gäste noch beim Frühstück saßen, öffnete sich draußen eine fast märchenhafte Landschaft. Dichte Wolken hingen zwischen den Bergen, und bei etwa minus einem Grad setzte leichter Schneefall ein – eine Stimmung, die den Fjord noch dramatischer wirken ließ.

Langsam glitt die AIDAperla durch das ruhige Wasser, eingerahmt von gewaltigen Bergmassiven, die steil aus dem Fjord aufragen. Die verschneiten Hänge wirkten nahezu unwirklich, und das Schiff bewegte sich beinahe lautlos durch diese winterliche Kulisse.

Besonders beeindruckend war die Passage an den berühmten Sieben Schwestern vorbei. Die Wasserfälle stürzten in mehreren Strängen die Felswand hinab, während Schneeflocken über das Deck wehten. Auch markante Felsformationen wie der sogenannte Trollkopf zogen die Blicke auf sich – Naturformen, die in der mystischen Atmosphäre fast lebendig erschienen.

Viele Gäste standen warm eingepackt an der Reling, Kameras in der Hand, und genossen diesen seltenen Moment: eine Fjorddurchfahrt im Schneefall.

Nach dem Verlassen des Schiffes fiel die Entscheidung schnell: Es ging hinauf über die bekannten Treppen entlang des Wasserfalls. Schritt für Schritt führte der Weg nach oben, begleitet vom Rauschen des Wassers und der klaren, kalten Fjordluft. Der Schneefall verlieh dem Aufstieg eine ganz besondere Atmosphäre – ruhig, fast still, nur unterbrochen vom Wasser und den eigenen Schritten.

Oben angekommen wurde die Mühe mehr als belohnt. Der Blick über das Tal von Geiranger war atemberaubend: tief unten der Fjord, das Dorf und die AIDAperla, die ruhig im Wasser lag, eingerahmt von schneebedeckten Bergen. Ein Panorama, das man nicht vergisst.

Die Kombination aus winterlichem Wetter, majestätischer Natur und der langsamen Fahrt durch den Fjord machte diesen Tag zu einem der emotionalen Höhepunkte der Reise. Schneefall im Geirangerfjord ist kein alltägliches Erlebnis – und genau deshalb fühlte sich dieser Moment so besonders an.

Tag 4 in Trondheim

Am nächsten Morgen erreichte die AIDAperla Trondheim, eine der geschichtsträchtigsten Städte Norwegens. Die ehemalige Wikinger- und Krönungsstadt gilt bis heute als kulturelles Zentrum des Landes und verbindet historische Bauwerke mit einer entspannten, fast studentischen Atmosphäre.

Nach dem Verlassen des Schiffes führte unser Weg zu Fuß durch die ruhigen Straßen der Stadt. Vorbei an kleinen Geschäften, Cafés und alten Holzhäusern ging es immer entlang des Flusses Nidelva, der sich malerisch durch Trondheim schlängelt.

Ziel unseres Spaziergangs war die Gamle Bybro, Trondheims bekannteste Stadtbrücke. Die rote Holzbrücke mit ihrem markanten Torbogen zählt zu den meistfotografierten Motiven der Stadt. Von hier aus bot sich ein wunderschöner Blick auf die bunten Speicherhäuser am Flussufer – ein klassisches Norwegen-Postkartenmotiv.

Ein entspannter Stadtbummel, der perfekt zeigte, wie charmant und zugleich ruhig Trondheim wirkt, bevor es später wieder zurück zum Schiff ging und die Reise weiter in Richtung Norden führte.

Alesund und der bekannte Hausberg

Am frühen Morgen machte die AIDAperla im Hafen von Ålesund fest. Die Stadt begrüßte uns ruhig und klar, eingerahmt von Bergen und Wasser – ein typischer norwegischer Anblick, der sofort Lust auf Entdeckung machte. Nach einem ausgiebigen Frühstück an Bord entschieden wir uns, Ålesund ganz entspannt mit der kleinen Bimmelbahn zu erkunden.

Die Fahrt führte zunächst durch die engen Straßen der Stadt, vorbei an den für Ålesund so typischen Jugendstilhäusern. Nach dem großen Stadtbrand im Jahr 1904 wurde die Stadt nahezu komplett neu aufgebaut, wodurch heute ein geschlossenes Stadtbild mit liebevoll verzierten Fassaden entstanden ist. Während die Bahn gemächlich durch die Gassen rollte, eröffnete sich immer wieder ein schöner Blick auf Hafen, Meer und die umliegenden Inseln.

Mit kräftigem Motor arbeitete sich die Bimmelbahn schließlich hinauf auf den Hausberg Aksla. Oben angekommen wartete eine Aussicht, die alle Erwartungen übertraf: Unter uns lag Ålesund wie ein Modell aus bunten Häusern, Brücken und Wasserarmen, während die AIDAperla gut sichtbar im Hafen lag.

Nachdem wir ausgestiegen waren, fiel die Entscheidung schnell – statt zurückzufahren wollten wir die über 400 Stufen hinunterlaufen. Schritt für Schritt ging es bergab, immer wieder mit neuen Perspektiven auf die Stadt. Der Weg war einfach bezaubernd und zeigte Ålesund von seiner schönsten Seite.

Am Nachmittag kehrten wir mit vielen Eindrücken zurück zum Schiff. Ein weiterer großartiger Tag ging zu Ende, und die Perla wartete bereits darauf, ihre Gäste wieder an Bord zu begrüßen. Langsam legte sie ab, während die Vorfreude auf den nächsten Höhepunkt der Reise wuchs: die Einfahrt in den Eidfjord am kommenden Tag.

Eidfjord – Natur, Mut und ein Sprung ins kalte Wasser

Am Morgen erreichten wir Eidfjord, einen kleinen, idyllisch gelegenen Ort am Ende des gleichnamigen Fjordes. Umgeben von hohen Bergen und klarer Natur wirkte alles ruhiger und ursprünglicher als in den zuvor besuchten Städten. Genau der richtige Ort für einen entspannten Landgang.

Wir entschieden uns für eine kleine Wanderung entlang des Flusses Eio, der als einer der kürzesten Flüsse Norwegens gilt. Der Weg führte durch eine beeindruckende Landschaft mit kristallklarem Wasser, grünen Wiesen und immer wieder neuen Blicken auf die umliegenden Berge. Schritt für Schritt entfernten wir uns vom Hafen und näherten uns dem Eidfjordvatnet.

Dort stand für mich ein besonderes Vorhaben an: ab ins Wasser. Bei rund 10 Grad Lufttemperatur und etwa 16 Grad Wassertemperatur kostete es zwar kurz Überwindung, doch dann ging es hinein in die klaren Fluten des Sees. Die ersten Sekunden waren eisig, doch schnell wich die Kälte einem echten Adrenalinschub. Nach etwa fünf Minuten im Wasser fühlte es sich wie eine kleine persönliche Mutprobe an – und tatsächlich gab es anschließend sogar Applaus von anderen Spaziergängern.

Nach diesem erfrischenden Erlebnis wartete die perfekte Belohnung: eine leckere Zimtschnecke, die wir zuvor bei einem Bäcker im Dorf gekauft hatten. Warm eingepackt genossen wir die Pause mit Blick auf die beeindruckende Landschaft, bevor es wieder zurück Richtung Tal ging.

Eidfjord zeigte sich dabei von seiner schönsten Seite – ruhig, naturverbunden und voller großartiger Fotomotive. Ein Ort, der vielleicht kleiner ist als andere Ziele der Reise, aber gerade deshalb besonders in Erinnerung bleibt.

Mit Tränen in den Augen in Stavanger

In Stavanger lag die AIDAperla an einem ganz besonderen Liegeplatz – mitten in der Stadt. Kaum hatte man das Schiff verlassen, war man schon nach wenigen Minuten im Zentrum. Keine langen Wege, kein Transfer, sondern direkt hinein in das Leben dieser wunderschönen norwegischen Stadt.

Stavanger begeistert sofort mit seinem maritimen Flair, kleinen Straßen, gemütlichen Cafés und einer entspannten Atmosphäre. Besonders die Altstadt mit ihren weißen Holzhäusern gehört zu den schönsten in ganz Norwegen. Beim Spaziergang durch die gepflegten Gassen spürt man schnell, warum viele Reisende diese Stadt als eines der Highlights der Route empfinden.

Und genau hier wird dieser Bericht ein wenig anders als die anderen.

Denn während dieser Tag voller schöner Eindrücke war, fehlen heute die sichtbaren Erinnerungen. Weder auf der Cloud noch auf dem Handy oder der GoPro sind Fotos oder Videos von unserem Aufenthalt in Stavanger geblieben. Ein Moment, der tatsächlich ein wenig traurig macht – denn manchmal sind es gerade die Bilder, die einen später wieder zurück an einen Ort holen.

Doch vielleicht zeigt sich darin auch etwas Besonderes: Manche Erlebnisse bleiben nicht auf Speicherkarten erhalten, sondern nur im eigenen Kopf. Die Stimmung der Stadt, das Licht am Hafen, die kurzen Wege vom Schiff ins Zentrum – all das ist noch da, auch ohne Fotos.

Sollten die Aufnahmen irgendwann wieder auftauchen, wird dieser Bericht natürlich ergänzt. Bis dahin bleibt Stavanger eine Erinnerung, die man nicht ansehen kann, sondern nur fühlen.

Was hat uns inspiriert?

Da wir von unserer ersten 4 tägigen Kreuzfahrt so fasziniert waren, war es klar das wir Norwegen bereisen sollten.

Wann haben wir die Reise gebucht?

Im Oktober 2023 zu unser ersten Testkreuzfahrt mit Aidanova, war klar, wir buchen gleich an Bord die nächste Kreuzfahrt

Wo haben wir die Reise gebucht

An Bord der Aidanova haben wir schon an die nächste Kreuzfahrt gedacht. Ab zum Reiseexperten und Reise für Norwegen gebucht.

Wie war unser erster Eindruck? 

Schon beim Auslaufen wurde klar, dass diese Reise etwas Besonderes werden würde – frische Seeluft, weite Horizonte und die Vorfreude auf die norwegischen Fjorde begleiteten jeden Moment. Die ersten Eindrücke waren geprägt von gewaltiger Natur, ruhiger Atmosphäre und Städten, die direkt aus einer Postkarte zu stammen schienen. Schnell entstand das Gefühl, den Alltag weit hinter sich gelassen zu haben und in eine völlig andere, entschleunigte Welt einzutauchen.

Wieviel hat uns diese Reise gekostet?

Wir haben Ende 2023 für diese 10 tägige Kreuzfahrt auf einer Balkonkabine pro Person ca 1.400€ gezahlt. Dazu kommt dann noch ein Getränkepaket light (alkoholfreie Drinks) mit etwa 140,€. Anreise erfolgte mit dem Zug von Leipzig nach Hamburg, Hier war der Preis bei Frühbucher ca. 70,-€ pro Person.

Fazit: Norwegen.. wir kommen wieder !

Diese Reise durch Norwegen war weit mehr als nur eine Kreuzfahrt – sie war eine Begegnung mit einer Landschaft, die in ihrer Vielfalt und Schönheit kaum zu beschreiben ist. Majestätische Fjorde, beeindruckende Bergwelten, charmante Städte und immer wieder neue Ausblicke haben jeden einzelnen Tag zu etwas Besonderem gemacht. Ob sonnige Hafenstopps, ruhige Seetage oder sogar Schneefall im Geirangerfjord – jede Station hatte ihren eigenen, unvergesslichen Charakter.

Norwegen hat uns nachhaltig beeindruckt. Die Ruhe der Natur, die Weite der Landschaft und die besondere Atmosphäre entlang der Küste haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Genau deshalb steht für uns fest: Das war nicht unsere letzte Reise hierher.

Wir werden dieses faszinierende Land ganz sicher noch einmal mit einer weiteren Kreuzfahrt bereisen – denn Norwegen hat noch so viel zu bieten, das entdeckt werden möchte.

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