Mit Mama auf Kreuzfahrt
Der Traum wird wahr. Tag 1
Schon bei der Ankunft am Hafen von Kiel lag eine besondere Stimmung in der Luft. Zwischen Koffern, Vorfreude und dem geschäftigen Treiben am Terminal ragte sie plötzlich vor uns auf: die AIDAluna.
Als meine Mutter das gigantische Schiff zum ersten Mal mit eigenen Augen sah, blieb sie stehen. Fast 90 Jahre alt – und dieser Moment gehörte nur ihr. Ihre Augen wurden groß, ihr Blick wanderte vom markanten Kussmund am Bug bis hinauf zu den oberen Decks. Man konnte sehen, wie sich ein Lebenstraum in diesem Augenblick erfüllte.
In ihr breitete sich pures Glück aus. Es war dieses stille, tiefe Glück, das man nicht in Worte fassen kann. Sie kämpfte mit den Tränen – überwältigt von der Größe des Schiffes und von dem Gedanken: Ich mache wirklich eine Kreuzfahrt.
Dann kam der Moment des Ablegens. Die bekannte Auslaufmelodie erklang über die Decks, ein Klang, der sofort unter die Haut ging. Meine Mutter stand auf dem Balkon, die Hände am Geländer, und blickte hinaus auf den langsam kleiner werdenden Hafen von Kiel.
Der erste Seetag auf dem Weg nach Kopenhagen begann ganz entspannt. Ein gemeinsames Frühstück mit Blick aufs Meer, erste Erkundungstouren über die Decks, staunende Blicke in die Restaurants und Lounges – überall gab es etwas Neues zu entdecken.
Wir verbrachten einen wunderbaren Tag an Bord der AIDAluna. Meine Mutter genoss jede Minute: die Weite des Meeres, das ruhige Dahingleiten, die freundliche Atmosphäre. Immer wieder sagte sie, wie dankbar sie sei, das alles noch erleben zu dürfen.
Und wir wussten: Diese Reise hatte gerade erst begonnen – aber sie war jetzt schon unvergesslich.
Kopenhagen
Als die AIDAluna am Morgen in Kopenhagen festmachte, war die Aufregung wieder spürbar. Für meine Mutter war es ein weiterer besonderer Moment dieser Reise: eine neue Stadt, ein neues Land – und das alles gemeinsam als Familie.
Wir entschieden uns für die von AIDA angebotene Stadtrundfahrt, um möglichst viel von Kopenhagen zu entdecken. Bequem im Bus sitzend, konnte Mama die Eindrücke ganz entspannt auf sich wirken lassen. Vorbei an prachtvollen Gebäuden, weiten Plätzen und dem maritimen Flair der Stadt wurde ihr Blick immer wieder neugierig nach draußen gezogen.
Ein besonderer Höhepunkt war natürlich die Die Kleine Meerjungfrau. Als wir vor der berühmten Statue standen, lächelte meine Mutter still vor sich hin. Dieses Wahrzeichen, das sie so oft auf Bildern gesehen hatte, nun mit eigenen Augen zu betrachten, war für sie etwas ganz Besonderes.
Sie nahm sich Zeit, schaute aufs Wasser hinaus und genoss einfach den Moment.
Anschließend zog es uns noch zum Nyhavn. Die bunten Giebelhäuser, die historischen Segelschiffe und das lebendige Treiben entlang des Kanals faszinierten uns alle.
Gemeinsam schlenderten wir ein Stück am Wasser entlang. Mama war beeindruckt von der Atmosphäre – so freundlich, so offen, so maritim. Immer wieder blieb sie stehen, schaute sich um und sagte, wie schön diese Stadt sei.
Es war kein hektischer Ausflug, sondern ein Tag voller gemeinsamer Eindrücke. Kopenhagen zeigte sich von seiner schönsten Seite – und wir durften all das zusammen erleben. Ein weiterer Traum, der für meine Mutter Wirklichkeit geworden ist.
Oslo
Als wir mit der Aidaluna in Oslo einliefen, war die Stimmung an Deck einfach unbeschreiblich. Die klare, frische Luft, das ruhige Wasser des Fjords und die ersten Sonnenstrahlen über der Stadt – all das machte die Ankunft zu etwas ganz Besonderem. Und dann dieser Moment: Unser Schiff legte direkt vor der Oper an. Näher hätte man dem Herzen der Stadt kaum kommen können.
Gemeinsam mit meiner Mutter gingen wir von Bord und standen praktisch schon mitten im Geschehen. Das Opernhaus beeindruckte uns sofort. Die moderne Architektur wirkt wie ein riesiger, weißer Gletscher, der aus dem Wasser aufsteigt. Besonders schön fanden wir, dass man über die schrägen Flächen bis auf das Dach hinaufgehen kann. Von dort oben hatten wir einen herrlichen Blick auf den Hafen, die Aidaluna und die Skyline von Oslo.
Anschließend schlenderten wir entspannt durch die Innenstadt. Die Wege sind kurz, alles ist gut zu Fuß erreichbar, und die Atmosphäre wirkt gleichzeitig lebendig und angenehm ruhig. Wir genossen die kleinen Straßen, die Geschäfte und Cafés und freuten uns einfach darüber, diesen besonderen Moment gemeinsam zu erleben. Dieser erste Eindruck von Oslo – direkt vom Schiff aus vor dieser beeindruckenden Oper – wird uns sicher lange in Erinnerung bleiben.
Was hat uns inspiriert?
Meine Mutter hat sich immer mal gewünscht mit einem großen Schiff auf den Meeren der Welt unterwegs zu sein. Das konnten wir Ihr nun mit fast 90 Jahren erfüllen. Sie ging mit uns auf Kreuzfahrt von Kiel nach Kopenhagen und Oslo.
Wann haben wir die Reise gebucht?
Im Juni 2024 haben wir an einem entspannten Samstag Abend gebucht. Mamas Wunsch kommt immer näher.
Wo haben wir die Reise gebucht
Da wir schon AIDA Fans sind, war es klar das wir wieder direkt über die Webseite von AIDA gebucht haben.
Wie war unser erster Eindruck?
Als sie – fast 90 Jahre alt – zum ersten Mal die Gangway zur AIDAluna hinaufging, fühlte es sich für sie an wie ein Schritt in eine andere Welt. Dieses riesige Schiff, das sie bisher nur aus dem Fernsehen kannte, lag plötzlich real vor ihr – gewaltig, elegant und voller Versprechen.
Mit jedem Schritt wurde ihr bewusst, dass sie sich gerade einen Traum erfüllte, den sie vielleicht selbst nicht mehr für möglich gehalten hatte.
Sie musste mit den Tränen kämpfen. Nicht aus Traurigkeit, sondern aus Dankbarkeit und Staunen. Mit fast 90 Jahren noch einmal etwas so Großes, so Neues zu erleben – das berührte sie tief im Herzen.
Wieviel hat uns diese Reise gekostet?
Wir haben für diese Reise auf einer Balkonkabine für 3 Personen knapp 3.000 Euro gezahlt.
Fazit: Ein Traum wurde wahr
Mama hat eine Kreuzfahrt erleben können. Sie hat das Schiff mit allen seinen Fassetten erleben können. Konnte den Duft der Freiheit schnuppern und lernte noch zwei wunderschöne Städte in Skandinavien kennen. Und wenn man dann von seiner Mutter nach dieser Kreuzfahrt die Frage bekommt, wann fahren wir das nächste mal wieder mit dem Schiff ?, dann hat Sohn und Schwiegertochter alles richtig gemacht.